Die 10 besten Anfängerfische: Pflegeleicht und wunderschön

Die 10 besten Anfängerfische: Pflegeleicht und wunderschön

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Magazin/Die 10 besten Anfängerfische: Pflegeleicht und wunderschön

Die Frage aller Fragen: Welche Fische soll ich nehmen? Im Zooladen stehst du vor hunderten bunten Arten und weißt nicht, wo du anfangen sollst. Manche sehen toll aus, brauchen aber spezielle Wasserwerte. Andere sind billig, werden aber riesig. Und einige fressen deine Pflanzen auf. Damit dir das nicht passiert, habe ich die 10 besten Anfängerfische für dich zusammengestellt.

Was macht einen guten Anfängerfisch aus?
  • Verträgt leichte Schwankungen bei Temperatur und Wasserwerten
  • Kommt mit normalem Leitungswasser zurecht
  • Ist friedlich und gut zu vergesellschaften
  • Wird nicht zu groß fürs Becken
  • Frisst normales Flockenfutter

1. Neon-Salmler (Paracheirodon innesi)

DER Klassiker. Neon-Salmler sind wahrscheinlich die beliebtesten Aquarienfische überhaupt – und das aus gutem Grund. Ihr leuchtend blau-roter Streifen ist einfach atemberaubend, besonders in einem Schwarm von 10+ Tieren.

  • Beckengröße: Ab 54 Liter
  • Temperatur: 22–26 °C
  • Gruppengröße: Mindestens 10 Tiere (Schwarmfisch!)
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Preis: ca. 1,50–2,50 € pro Stück

Mehr Details findest du in unserem Neon-Salmler Haltungsguide.

2. Guppy (Poecilia reticulata)

Guppys sind die „Hunde“ der Aquaristik – freundlich, bunt, unkompliziert und sie vermehren sich wie verrückt. Ernsthaft: Wenn du Männchen und Weibchen zusammen hältst, hast du bald VIELE Guppys. Wenn du das nicht willst, halte nur Männchen.

  • Beckengröße: Ab 54 Liter
  • Temperatur: 22–28 °C
  • Gruppengröße: Mindestens 5 (mehr Weibchen als Männchen)
  • Schwierigkeit: Sehr einfach
  • Preis: ca. 2–4 € pro Stück
Guppy-Tipp: Wenn du keine Guppy-Zucht starten willst, halte nur Männchen. Die sind auch bunter als die Weibchen! Oder halte Guppys zusammen mit Zwergbuntbarschen – die fressen den Nachwuchs (klingt brutal, ist aber Natur).

3. Panzerwels (Corydoras)

Panzerwelse sind die lustigsten Bewohner in jedem Aquarium. Sie wuseln am Boden herum, buddeln im Sand und „blinzeln“ dich an. Außerdem räumen sie den Boden auf, indem sie Futterreste fressen.

  • Beckengröße: Ab 54 Liter (je nach Art)
  • Temperatur: 22–26 °C
  • Gruppengröße: Mindestens 6 (gesellige Bodenbewohner)
  • Bodengrund: Sand oder feiner Kies (kein scharfkantiger Kies!)
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Preis: ca. 3–6 € pro Stück

4. Platy (Xiphophorus maculatus)

Platys sind wie Guppys in „easy mode“. Sie gibt es in unzähligen Farbvarianten, sie fressen alles und sie sind friedlich wie ein Sonntagnachmittag. Perfekte Einsteigerfische.

  • Beckengröße: Ab 54 Liter
  • Temperatur: 20–26 °C
  • Gruppengröße: Mindestens 5
  • Schwierigkeit: Sehr einfach
  • Preis: ca. 2–4 € pro Stück

5. Zwergfadenfisch (Trichogaster lalius)

Wenn du einen echten Hingucker willst: Zwergfadenfische sind wie kleine Juwelen. Vor allem die Männchen haben fantastische Farben. Sie sind etwas scheuer als Guppys, aber immer noch gut für Einsteiger geeignet.

  • Beckengröße: Ab 54 Liter
  • Temperatur: 24–28 °C
  • Haltung: Paarweise oder 1 Männchen mit 2 Weibchen
  • Schwierigkeit: Einfach bis Mittel
  • Preis: ca. 5–8 € pro Stück

6. Endler Guppy (Poecilia wingei)

Der kleine Bruder des normalen Guppys. Endler sind winzig (nur 2–3 cm), aber dafür unglaublich bunt und lebhaft. Sie eignen sich sogar für Nano-Becken ab 30 Litern.

  • Beckengröße: Ab 30 Liter
  • Temperatur: 22–28 °C
  • Gruppengröße: Mindestens 6
  • Schwierigkeit: Sehr einfach
  • Preis: ca. 2–5 € pro Stück

7. Ohrgitterharnischwels (Otocinclus)

Die besten natürlichen Algenfresser! Otos sind winzig, friedlich und raspeln den ganzen Tag Algen von Scheiben, Blättern und Steinen. Sie sehen aus wie kleine Panzer und sind einfach süß.

  • Beckengröße: Ab 54 Liter
  • Temperatur: 22–26 °C
  • Gruppengröße: Mindestens 6
  • Schwierigkeit: Einfach (aber: eingelaufenes Becken nötig!)
  • Preis: ca. 3–5 € pro Stück
Wichtig bei Otos: Setze Otocinclus erst in ein vollständig eingelaufenes Aquarium mit etwas Algenbewuchs ein. In einem frisch gestarteten Becken finden sie kein Futter und verhungern! Zufüttern mit überbrühter Zucchini oder Gurke.

8. Honiggurami (Trichogaster chuna)

Der friedlichste Fadenfisch überhaupt. Honigguramis sind ruhig, schön und perfekt für Gemeinschaftsbecken. Die Männchen leuchten in warmem Gold-Orange.

  • Beckengröße: Ab 54 Liter
  • Temperatur: 24–28 °C
  • Haltung: Paarweise oder kleine Gruppe
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Preis: ca. 4–6 € pro Stück

9. Keilfleckbarbe (Trigonostigma heteromorpha)

Keilfleckbarben sind elegante Schwarmfische mit einem markanten, keilförmigen schwarzen Fleck auf kupferfarbenem Körper. Sie sind absolut friedlich und beleben die mittlere Schwimmzone.

  • Beckengröße: Ab 54 Liter
  • Temperatur: 23–26 °C
  • Gruppengröße: Mindestens 8
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Preis: ca. 2–4 € pro Stück

10. Neonsalmler-Variante: Roter Neon (Paracheirodon axelrodi)

Der große Bruder des klassischen Neons. Der rote Streifen zieht sich beim Roten Neon über den gesamten Bauch – noch beeindruckender als beim normalen Neon. Etwas wärmeres Wasser bevorzugt, aber genauso pflegeleicht.

  • Beckengröße: Ab 54 Liter
  • Temperatur: 24–28 °C
  • Gruppengröße: Mindestens 10
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Preis: ca. 2–4 € pro Stück

Übersicht: Alle 10 Anfängerfische im Vergleich

Fisch Min. Liter Temp. Gruppe Schwierigkeit
Neon-Salmler54 L22–26 °C10+Einfach
Guppy54 L22–28 °C5+Sehr einfach
Panzerwels54 L22–26 °C6+Einfach
Platy54 L20–26 °C5+Sehr einfach
Zwergfadenfisch54 L24–28 °C2–3Einfach–Mittel
Endler Guppy30 L22–28 °C6+Sehr einfach
Otocinclus54 L22–26 °C6+Einfach
Honiggurami54 L24–28 °C2+Einfach
Keilfleckbarbe54 L23–26 °C8+Einfach
Roter Neon54 L24–28 °C10+Einfach

Welche Fische passen zusammen?

Hier ein paar bewährte Kombis für ein 100-Liter-Becken:

Besatz-Vorschlag für 100 Liter:
  • 10 Neon-Salmler (Schwimmzone Mitte)
  • 6 Panzerwelse (Boden)
  • 1 Paar Honigguramis (oben/mitte)
  • 3 Otocinclus (Scheiben & Blätter)
  • Optional: 5–10 Garnelen

Fazit

Es gibt unzählige Fischarten, aber als Einsteiger machst du mit den oben genannten nichts falsch. Sie sind robust, friedlich und verzeihen kleine Fehler. Starte mit einer Art, lerne dein Aquarium kennen, und erweitere dann langsam. Dein Unterwasser-Abenteuer beginnt jetzt!

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