Algen im Aquarium bekämpfen: 5 Ursachen und Lösungen
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Du schaust in dein Aquarium und siehst: Grünes Zeug. Auf den Scheiben, auf den Pflanzen, auf der Deko – überall. Willkommen im Club der Algen-Geplagten! Aber bevor du in Panik verfällst: Algen sind in jedem Aquarium normal. Ein paar Algen sind sogar gesund. Zum Problem werden sie erst, wenn sie überhandnehmen. Und das passiert immer aus einem bestimmten Grund.
Erst verstehen, dann bekämpfen
Algen sind keine böse Invasion – sie sind ein Symptom. Wenn Algen explodieren, sagt dir dein Aquarium: „Hey, hier stimmt was nicht!" Die Kunst ist, die Ursache zu finden und zu beseitigen. Chemische Algenmittel sind meist nur Pflaster und lösen das eigentliche Problem nicht.
Die 5 häufigsten Ursachen für Algen
1. Zu viel Licht
Der häufigste Algen-Grund bei Einsteigern. Dein Aquarium steht in der Sonne oder die Beleuchtung läuft zu lange.
- Problem: Mehr als 10 Stunden Licht pro Tag, direktes Sonnenlicht, oder zu starke LED
- Lösung: Beleuchtung auf 8 Stunden reduzieren. Zeitschaltuhr nutzen! Kein direktes Sonnenlicht auf das Becken
- Algentyp: Grünalgen auf Scheiben und Steinen, Fadenalgen
2. Zu viel gefüttert
Überfütterung ist der Fehler Nummer 1 bei Anfängern. Was die Fische nicht fressen, zersetzt sich und wird zu Algen-Dünger.
- Problem: Futterreste auf dem Boden, trübes Wasser, hohe Nitrat- und Phosphatwerte
- Lösung: Nur so viel füttern, wie in 2 Minuten gefressen wird. Einen Fastentag pro Woche einlegen
- Algentyp: Verschiedene Grünalgen, Blaualgen (Cyanobakterien)
3. Zu wenig Pflanzen
Pflanzen und Algen konkurrieren um dieselben Nährstoffe. Wenn du zu wenige Pflanzen hast, gewinnen die Algen den Wettkampf.
- Problem: Becken nur 20–30 % bepflanzt, langsam wachsende Pflanzen
- Lösung: Mehr Pflanzen! Besonders schnellwachsende wie Hornkraut, Vallisnerien oder Schwimmpflanzen
- Algentyp: Fadenalgen, Grünalgen, Pinselalgen
4. Zu seltene Wasserwechsel
Ohne regelmäßige Wasserwechsel steigen Nährstoffe (Nitrat, Phosphat) an – perfekte Bedingungen für Algen.
- Problem: Nitrat über 50 mg/l, Phosphat über 1 mg/l
- Lösung: Wöchentlich 25–30 % Wasser wechseln. Keine Diskussion!
- Algentyp: Alle Algenarten
5. Frisches Aquarium (Einlaufphase)
In den ersten Wochen nach dem Einrichten sind Algen völlig normal. Das Becken muss erst ins Gleichgewicht kommen.
- Problem: Kieselalgen (braune Beläge) in den ersten 2–6 Wochen
- Lösung: Geduld! Kieselalgen verschwinden von alleine. Otocinclus oder Schnecken helfen
- Algentyp: Braunalgen (Kieselalgen), Grünalgen
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Algenarten erkennen – was hast du da?
| Algenart | Aussehen | Ursache | Lösung |
|---|---|---|---|
| Grünalgen | Grüner Belag auf Scheiben | Zu viel Licht | Licht reduzieren, Scheibe wischen |
| Braunalgen | Brauner Belag, wischt leicht ab | Neues Becken, zu wenig Licht | Geduld, verschwinden alleine |
| Fadenalgen | Lange grüne Fäden | Zu viel Licht + Nährstoffe | Absammeln, Licht + Fütterung reduzieren |
| Pinselalgen | Dunkle Büschel an Blättern | CO2-Mangel, Strömung | CO2 erhöhen, befallene Blätter entfernen |
| Blaualgen | Blaugrüner, schleimiger Belag | Nährstoff-Ungleichgewicht | Absaugen, Dunkelkur (3–5 Tage) |
5 bewährte Maßnahmen gegen Algen
- Beleuchtungsdauer auf 8 Stunden reduzieren (sofort wirksam)
- Wöchentlich 30 % Wasser wechseln (entfernt Nährstoffe)
- Mehr schnellwachsende Pflanzen einsetzen (natürliche Konkurrenz)
- Weniger füttern (1x täglich, nur 2-Minuten-Portion)
- Algen-fressende Tiere einsetzen: Otocinclus, Amanogarnelen, Rennschnecken
- Otocinclus: Fressen Kieselalgen und Grünalgen von Scheiben und Blättern
- Amanogarnelen: Die besten Fadenalgen-Fresser überhaupt (5–10 Stück pro 50 Liter)
- Rennschnecken: Raspeln hartnäckige Algenbeläge von Scheiben und Steinen
Was du NICHT tun solltest
- Chemische Algenmittel: Behandeln nur Symptome, können Pflanzen und nützliche Bakterien schädigen
- UV-Klärer als Dauerlösung: Hilft nur gegen Schwebealgen, nicht gegen Beläge
- Komplettes Becken leer räumen: Zerstört das biologische Gleichgewicht und macht alles schlimmer
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